Material und Wahrnehmung durch den Gast
Eine herkömmliche Karte besitzt die vertraute glatte Haptik und hat sich im Hotelbetrieb über lange Zeit bewährt. Eine papierbasierte Karte bietet eine wärmere, haptischere Oberfläche, die sich natürlich in hochwertige Hotelpapeterie und gedruckte Willkommensmaterialien einfügt.
Keines der Materialien sollte allein nach der Optik ausgewählt werden. Die Karte muss während des gesamten Aufenthalts zuverlässig als Zutrittsmedium funktionieren und zu den Handhabungs-, Codierungs- und Lagerungsprozessen des Hotels passen.
Vergleichen Sie die entscheidenden Faktoren
Zutrittsfunktion
Beide Varianten müssen vor ihrem Einsatz für die aktuelle Zutrittsumgebung des Hotels konfiguriert und getestet werden.
Druckwirkung
Papier bietet eine sichtbar faserige, an hochwertige Papeterie erinnernde Oberfläche; herkömmliche Karten besitzen in der Regel eine glattere und gleichmäßigere Basis.
Handhabung
Prüfen Sie Biegebeanspruchung, Abrieb, Feuchtigkeitseinwirkung, Lagerung und die typische Aufenthaltsdauer anhand repräsentativer Muster.
Markenerlebnis
Berücksichtigen Sie, wie die Karte mit der Papeterie an der Rezeption, Kartenhüllen, Zimmermaterialien und dem gesamten Ankunftserlebnis harmoniert.
Formulieren Sie Umweltaussagen sorgfältig
Eine RFID-Karte ist ein funktionsfähiges elektronisches Zutrittsmedium und nicht lediglich ein Stück bedrucktes Material. Aussagen zu Recycling, biologischer Abbaubarkeit, Kompostierbarkeit oder CO₂-Auswirkungen müssen sich daher auf den exakten Aufbau der fertigen Karte beziehen und durch aktuelle Unterlagen belegt sein.
Der klare Ausgangspunkt von BioBoard ist das FSC-zertifizierte Papiermaterial. Jede weitere Aussage zur Entsorgung am Ende der Nutzungsdauer sollte anhand der konkret gelieferten Karte, der verfügbaren Entsorgungswege und des Marktes geprüft werden, in dem das Hotel tätig ist.
Haltbarkeit während eines realen Aufenthalts
Entscheidend ist nicht, ob eine Karte aus Papier jahrelang hält, sondern ob sie während eines Aufenthalts und bei der tatsächlich anfallenden Zahl von Lesevorgängen zuverlässig funktioniert. Ein typischer Aufenthalt umfasst eine begrenzte Zahl von Lesevorgängen, die Aufbewahrung in Hosen- oder Handtaschen und gelegentlichen Kontakt mit Feuchtigkeit. Eine hochwertig aufgebaute Karte auf Papierbasis ist genau für diese Nutzungsdauer ausgelegt.
Hotels mit ungewöhnlich langen durchschnittlichen Aufenthalten, hoher Luftfeuchtigkeit etwa in Pool- und Spa-Bereichen oder Energiesparschaltern, in die Karten eingesteckt werden, sollten dies bei der Bemusterung angeben. Diese Bedingungen lassen sich testen: Das Musterverfahren sollte sie realitätsnah abbilden, statt sich auf allgemeine Haltbarkeitsaussagen eines beliebigen Anbieters zu verlassen.
Beschaffung und Einführung
Ein Materialwechsel muss nicht sofort für das gesamte Hotel oder alle Häuser erfolgen. Viele Hotels führen eine papierbasierte Karte zunächst für einen begrenzten Einsatz ein – etwa auf einer einzelnen Etage, während einer Saison, in einem Schwesterhotel oder für VIP- und Langzeitgäste – und weiten die Nutzung aus, sobald die Rezeption das identische Verhalten im täglichen Betrieb bestätigt hat.
Vergleichen Sie bei der Anbieterauswahl vollständige Spezifikationen und nicht nur den Stückpreis: RFID-Konfiguration, Druckausführung, Kartenhülle, Nachweise für Umweltaussagen und den Bemusterungsprozess vor der Produktion. Eine Karte, die mit dem Zutrittssystem des Hotels verifiziert wurde, ist ein anderes Produkt als eine optisch ähnliche, jedoch ungeprüfte Karte.
Treffen Sie die Entscheidung anhand von Mustern
- Haptik und Druckbild vergleichen
- Alle erforderlichen Zutrittspunkte testen
- Handhabung über einen repräsentativen Aufenthalt prüfen
- Lagerung und Abläufe an der Rezeption bestätigen
- Nachweise für Materialaussagen prüfen
- Den exakten Produktionsaufbau freigeben