Eine Zimmerkarte – nur eben aus Papier
Eine Hotelkarte hat eine Aufgabe: die Türen zu öffnen, zu denen der Gast Zutritt hat. In einer RFID-Hotelkarte aus Papier befindet sich dieselbe Art von RFID-Inlay wie in herkömmlichen Karten – ein Chip und eine Antenne, die auf den Kartenleser an jedem Zutrittspunkt reagieren. Anders ist der Kartenkörper: Er besteht aus Holzfaserkarton statt PVC. Für den Kartenleser verhält sie sich wie eine gewöhnliche Karte; für den Gast fühlt sie sich wie Papier an.
Woraus sie tatsächlich besteht
„Papier“ beschreibt die Haptik – gemeint ist kein dünnes, wenig belastbares Blatt. PPH BioBoard wird aus Holzfasern hergestellt, die zu einem dichten, widerstandsfähigen Karton verpresst werden. Deshalb erinnert die Karte in Optik und Haptik an hochwertige Hotelpapeterie, hält der täglichen Handhabung aber deutlich besser stand als eine gewöhnliche Papierkarte. Die verwendeten Fasern stammen aus FSC-zertifizierten Quellen.
So funktioniert RFID in der Karte
Der sichtbare Kartenkörper ist nur ein Teil des Zutrittsmediums. Jede Hotelkarte – ob aus Papier oder Kunststoff – muss auf die Kartenleser des Hauses, den Codierungsablauf und die betrieblichen Prozesse an der Rezeption abgestimmt sein. Eine RFID-Hotelkarte aus Papier wird genauso spezifiziert: Zunächst werden die vorhandene Systemkonfiguration und die im Hotel eingesetzte Codierung bestätigt, anschließend wird die Karte passend dazu aufgebaut. Deshalb kann eine Karte aus Papier exakt dieselben Abmessungen wie die bisherige Zimmerkarte haben und dennoch eine andere interne Konfiguration benötigen.
Was sich durch Papier ändert
Zwei Karten können am Kartenleser gleich aussehen und sich identisch verhalten, in der Hand jedoch völlig unterschiedlich wirken. Holzfasern sorgen für eine wärmere, haptischere, an Papeterie erinnernde Oberfläche und ein Druckbild, das hochwertiger Hotelpapeterie näherkommt als einem Zutrittsmedium aus Kunststoff. Zugleich wird die Herkunft des Materials durch FSC-zertifizierte Fasern klar nachvollziehbar – ohne dass sich die tägliche Nutzung der Karte ändert.
Robuster als eine herkömmliche Papierkarte
Da es sich um Karton aus verpressten Holzfasern und nicht um ein bedrucktes Blatt handelt, ist die Karte darauf ausgelegt, deutlich langlebiger als eine herkömmliche Papierkarte zu sein – für das wiederholte Vorhalten an Kartenlesern und das Mitführen in Hosen- und Handtaschen während eines realen Aufenthalts. Ungewöhnliche Bedingungen wie sehr lange Aufenthalte, hohe Luftfeuchtigkeit in Pool- und Spa-Bereichen oder Energiesparschalter mit Kartenschlitz sollten dennoch bereits bei der Bemusterung angegeben werden, damit das Muster unter realistischen Bedingungen getestet wird.
So spezifizieren Sie eine Karte
- Ein aktuell funktionierendes Zutrittsmedium oder verifizierte Systeminformationen
- Die Zutrittspunkte, an denen die Karte funktionieren muss (Zimmer, Aufzüge, gemeinsam genutzte Bereiche, Kartenschlitze von Energiesparschaltern)
- Der Codierungsablauf (Codierung an der Rezeption oder Lieferung vorkonfigurierter Karten)
- Druckdaten, Farbe und Veredelung
- Ein physisches Muster, das an jedem relevanten Zutrittspunkt getestet wurde